Gaby Schinke-Sage

Acrylbilder

Vita

 

1953 geboren in Wolfenbüttel, 1972 Abitur in Braunschweig

1972-1976 Studium Kunst und Musik für Lehramt in Braunschweig

Ab 1976 als Lehrerin mit den Fächern Kunst und Musik tätig, ab 1983 an der Realschule in Meine und in Groß Schwülper.

1989 - 2013 Fachbereichskonferenzleiterin musisch-kulturelle Bildung

Mitorganisatorin des Schullebens: Veranstaltungen, Abschlussfeiern, Museumsprojekten, Museumsbesuchen mit Schülern, Musicalbesuchen, Planung und Durchführung von Museumsprojekten, Musicalaufführung mit Schülern (Musik, Gesang, Choreografie, Bühnenbild), große Wandmalereien im Schulgebäude, Ausstellungen im Schulgebäude und Rathaus Meine (Planung und Durchführung),Mitgestaltung des Farbkonzeptes für den Schulneubau in Groß Schwülper, Projekt mit Schülern und Architekten  zur Raumgestaltung für den Schulneubau, Projekte mit Grafikern, Künstlern und Architekten im Kunstunterricht

 

2013  Malen im Atelier der Künstlerin Ewa Wolska, Eröffnung eigenes Atelier

seit 2014 Ausstellungen

Oktober 2014 - Juli 2017 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Kurs Malerei bei Lars Eckert

2016 Kunst-Workshop, Akademie Wildkogel in Österreich: Inspiration Oberfläche-Haut-Nah, bei Gabriele Middelmann

2017 selbst geleiteter Kunstworkshop auf Sylt: Horizonte, Spachteln und Malen mit Acrylfarben

2017 Kunst-Workshop, Kunst Akademie Hannover: Pure Gravitation bei Gabriele Middelmann

2018 Kunst-Workshop, Kunst Akademie Hannover: Raus aus dem Format bei Gabriele Middelmann

seit Oktober 2017 Kurs Malerei bei Lars Eckert an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel


 

Durch das intensive Malen sammele ich neue, spannende Erfahrungen und habe mich vorwiegend auf abstrakte Malerei mit Acrylfarben konzentriert. Ich gehe verschiedene Wege, verändere Inhalte, Farben und Techniken. So gibt es Werke, in denen bearbeitete Papiere aus Seidenpapier und Torchon Aquarellpapier oder kleinformatige Papierbilder eingearbeitet sind, andere wiederum sind mit dem Pinsel, meistens aber mit dem Spachtel entstanden. Einige bearbeitete Papiere werden zu eigenständigen Bildern. Ich trage Farben auf, vermische sie auch auf der Leinwand, übermale, überlagere, kratze manchmal Spuren hinein und verändere den Aufbau während des Malprozesses. Das Übermalen und Zerstören lässt neue Flächen, Linien und Strukturen entstehen. Diese Arbeitsweise führt zum Neuaufbau meiner Bilder. Ein Ritzen auf der Oberdfläche lässt das Darunter erscheinen. Durch Lasieren, eine deckende Malweise oder das Einkleben von Papieren werden Teile des Bildes geschichtet. Die Lebendigkeit der Bilder entsteht durch Variationen der Spachtelungen, unterschiedliche Materialkonsistenz, Farbenwahl und Verdichtung durch Lasurschichten, Formen und Linien. In einigen Bildern lasse ich Farbe bewußt und gelenkt laufen und verdecke damit Teile des Untergrundes. Bewegung und Lebendigkeit entstehen. 

In meinen Bildern geht es auch um Tiefe, so gibt es Schichten unter und auf der Oberfläche. Ich schreibe Gedanken, Wörter oder selbstverfassten Gedichten auf die Leinwand und lasse sie dann zerfließen. Dieses Vorgehen nimmt Einfluss auf den weitern Verlauf.

Das Bild entsteht meist mit einer Idee, die aber während des Malprozesses jede Veränderung zulässt. Nichts bleibt wie geplant. Diese Offenheit, immer neue, veränderte Wege zu entdecken, zu experimentieren, treibt mich an.

Seit einiger Zeit fografiere ich Ausschnitte von alten, verwitterten und verrosteten Objekten wie ausrangierte Eisenbahnwaggons, Fußböden, Türen, Wände, Mauern oder Oberflächen jeglicher Art. Durch diese Fotos entstehen neue Ideen, die mir für den Bildaufbau, die Farbgestaltung und die Oberflächen meiner Bilder dienen. So lasse ich Rost entstehen, um Spuren der Vergänglichkeit sichtbar zu machen.


In meinen Bilder-Serien  habe ich mich mit folgenden Themen beschäftigt: Verdeckung, Ausschnitte, Strukturen, Schichten und Verdichten, unter und auf der Oberfläche, Vertiefen, Komposition, Konstruktion, Vergänglichkeit, Veränderungen und Verbindungen.